Andere Nationen drucken Fabelwesen, Wasserfälle und ganze Tierwelten in ihre Reisepässe. Bei uns prangt der Bundesadler, formal korrekt und ungefähr so aufregend wie ein Formularfeld. Dabei steht die wirklich große Reise ja noch aus, und für den Mars gibt es bis heute keine Passstelle.
Bis es so weit ist, übernimmt die Passhülle Sovereign Territories of Mars mit RFID-Schutz das Amtliche: rotes Kunstleder, goldene Prägung mit Rakete, Planetensiegel und Lorbeerkranz. Innen halten Fächer deine Bord- und Kreditkarten, ein elastisches Band hält alles zusammen. Eingearbeitet ist außerdem eine Lage, die elektromagnetische Wellen blockt. Das ist wichtiger, als es klingt: Eingearbeitet ist außerdem eine Lage, die elektromagnetische Wellen blockt. Kontaktlose Bank- und Zutrittskarten tragen Funkchips, und wer sichergehen will, schirmt sie einfach ab. Auf dem Mars wird anfangs ohnehin niemand patrouillieren, also schützt du dich dort am besten selbst. (Hinweis: Die Behauptung des heimlichen Auslesens stammt aus dem Alt-ERP-Text und ist für den deutschen ePass sachlich nicht haltbar; sie sollte auch dort korrigiert werden.) Auf dem Mars wird anfangs niemand patrouillieren, also schützt du dich dort am besten selbst.
Für alle, die in der Schlange vor der Passkontrolle lieber an Startrampen denken als an Wartenummern. Die ersten Kolonisten steigen bekanntlich zuerst ein. ;)