Wie viele Marvel-Figuren gibt es?
Warum lässt sich das nicht genau sagen?
Weil niemand definiert hat, was als Figur zählt. Ein Held mit eigener Heftreihe sicher. Ein Schurke, der einmal auf Seite vier auftaucht und nie wieder? Ein namenloser Passant mit einer Sprechblase?
Dazu kommen Doppelungen. Viele Namen wurden im Lauf der Jahrzehnte von mehreren Personen getragen, und Paralleluniversen vervielfachen jede Figur noch einmal. Zählt man jede Fassung aus jeder Zeitlinie einzeln, kommt die Marvel-Datenbank auf über 80.000 Einträge.
Wie viele davon kennt man wirklich?
Deutlich weniger. Marvels eigene Enzyklopädie zur Filmreihe führt gut 200 Figuren, und davon sind vielleicht 30 einem breiten Publikum geläufig.
Wer Comics liest, kommt auf ein paar hundert. Der Rest liegt in Heften, die seit Jahrzehnten niemand mehr aufgeschlagen hat.
Welche gibt es am längsten?
Namor der Meeresmensch und die menschliche Fackel stammen beide aus dem Jahr 1939, also aus der Zeit vor dem Namen Marvel. Captain America kam 1941 dazu.
Die große Welle, die den Verlag prägte, kam erst in den Sechzigern: Fantastic Four, Spider-Man, Hulk, Thor, Iron Man und die X-Men entstanden innerhalb weniger Jahre.
Und wie viele kommen noch dazu?
Jedes Jahr ein paar Dutzend. Die meisten davon verschwinden nach wenigen Heften wieder, und genau deshalb bleibt die Zahl eine Schätzung: Sie wächst schneller, als irgendjemand mitzählen möchte.
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